Handlungsbedarf
Der Klimawandel, die Knappheit von Ressourcen und der steigende Energiehunger einer explodierenden Weltbevölkerung sind unbestritten drei der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit. Mit Blick auf die kommenden Generationen müssen wir unsere Verantwortung ernst nehmen und rechtzeitig entsprechende Maßnahmen setzen.
Bioökonomie
Die Bioökonomie bietet derartige Möglichkeiten. Sie umfasst im Wesentlichen jene Themenfelder, die im englischen Sprachgebrauch als Food, Feed, Fibre and Fuel bezeichnet werden. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise gilt es, dieses Potenzial zu nutzen, und dabei das Gebot der Nachhaltigkeit im Auge zu behalten. Denn „Bioökonomie“ meint auch Haushalten mit dem, wovon wir leben. Die Vielfältigkeit des Themenspektrums spannt sich von der nachhaltigen Bewirtschaftung und Entwicklung unserer Umwelt über die Nutzung biologischer (im Sinne erneuerbarer weil nachwachsender) Ressourcen und den nachhaltigen Umgang mit knappen Gütern (beispielsweise Wasser) bis hin zur Frage nach Lösungen im Bereich der Abfallvermeidung und -entsorgung.
Perspektiven, Komplexität, Dynamik
Die strategische Ausrichtung der Stakeholder in den entsprechenden Wertschöpfungsketten orientierte sich bis dato stark am Produktionspotential sowie den ökologisch angestrebten Wirkungen. Es ist jedoch klar, dass ein ökologisch und technologisch orientiertes Engagement schlussendlich auch an der ökonomischen Perspektive gemessen wird.
Zusätzlich zur Reduktion der Komplexität und Dynamik des Themas und des hohen Ausmaßes an wissenschaftlicher Unsicherheit ist auch eine Vielzahl von Interessen abzuwägen und auszugleichen. Die Bedenken engagierter Menschen sind dabei zu beachten. Neben einer sachlichen Diskussion wird momentan Spekulationen, Emotionen und Einzelinteressen viel Platz eingeräumt und Aufmerksamkeit geschenkt. Das muss nicht nur nachteilig sein, aber vielleicht kann der in diesem Blog präsentierte Querschnitt verschiedener Erkenntnisse und Blickwinkel einen Beitrag zu einer faktenorientierten, integrierten Abwägung der Chancen und Risiken der Bioökonomie und erneuerbarer Energien leisten.
Übrigens
Die gerade im Umgang mit Bioressourcen und im Umweltmanagement als selbstverständlich anerkannten Grundsätze, ganzheitlich zu denken und nachhaltig zu wirtschaften, kann und soll man aus meiner Sicht – unter dem Stichwort nachhaltiges Management – auch auf andere Produkte, Dienstleistungen und Märkte übertragen.
Wie steht es um die Nachhaltigkeit bzw. die Corporate Social Responsibility in Ihrem Unternehmen?
Die Kommentarfunktion ist geschlossen.