Doch das Wachstum der Werbeeinnahmen hält mit dem Wachstum der Online-Leserschaft nicht länger Schritt. Wuchsen die Werbeeinnahmen von Nachrichtenangeboten vor zwei Jahren noch um rund 30%, so haben sich diese 2008 leicht rückläufig entwickelt. Rund 90% der Einnahmen generieren die Zeitungen laut Studie mit ihren Printangeboten, nur knapp 10% im Online-Geschäft.
Das vergangene Jahr habe gezeigt, so die Verfasser der Studie, dass das traditionelle Geschäftsmodell, Journalismus durch Werbung zu finanzieren, nicht in der neuen Online-Welt funktioniere. Die Branche hätte die Einnahmen der Printprodukte nutzen sollen, um neue Modelle zu entwickeln. Doch schon vor der Finanzkrise hätten sich die Zeitungen darauf verlegt, die Kosten zu kürzen um die sinkenden Einnahmen auszugleichen. Mit einer Leserschaft, die immer schneller ins Netz abwandert und einer Rezession, die die Einnahmen wegbrechen lässt, würde den Verlagen die Zeit davonlaufen, tragfähige Modelle zu finden.
