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US-Zeitungsleser wandern ins Internet, nicht aber die Werbeeinahmen

Wie das Pew-Forschungsinstitut in seinem jährlichen Lagebericht „State of the News Media 2009″ feststellte, informierten sich 2008 erstmals mehr Amerikaner im Internet als in den gedruckten Blättern. Die Auflage der US-Zeitungen sank 2008 erneut um etwa 4,6%. Die Zahl der Amerikaner, die online Nachrichten konsumierten, stieg dagegen um 19%, die wichtigsten 50 Nachrichtenseiten legten sogar um 27% zu.Die Zahl der Leser von Zeitungsseiten im Netz kletterte um 15,8%. Bereinigt um Doppelzählungen, erreichen die Zeitungen durch ihren Online-Auftritt 8,4% an zusätzlichen Lesern für ihre Inhalte.
Doch das Wachstum der Werbeeinnahmen hält mit dem Wachstum der Online-Leserschaft nicht länger Schritt. Wuchsen die Werbeeinnahmen von Nachrichtenangeboten vor zwei Jahren noch um rund 30%, so haben sich diese 2008 leicht rückläufig entwickelt. Rund 90% der Einnahmen generieren die Zeitungen laut Studie mit ihren Printangeboten, nur knapp 10% im Online-Geschäft.
Das vergangene Jahr habe gezeigt, so die Verfasser der Studie, dass das traditionelle Geschäftsmodell, Journalismus durch Werbung zu finanzieren, nicht in der neuen Online-Welt funktioniere. Die Branche hätte die Einnahmen der Printprodukte nutzen sollen, um neue Modelle zu entwickeln. Doch schon vor der Finanzkrise hätten sich die Zeitungen darauf verlegt, die Kosten zu kürzen um die sinkenden Einnahmen auszugleichen. Mit einer Leserschaft, die immer schneller ins Netz abwandert und einer Rezession, die die Einnahmen wegbrechen lässt, würde den Verlagen die Zeit davonlaufen, tragfähige Modelle zu finden.

The Future of Media (Lab)

Das Verhältnis zwischen Marken, Konsumenten und Medien unterliegt dramatischen Veränderungen. Neu aufkommende Plattformen wie Mobile, video-on-demand, Blogs, Online Communities, Gaming, IPTV, und Consumer-generated-content sprengen traditionelle Modelle. Die Geschwindigkeit der digitalen Entwicklung beschleunigt die Erwartungen und das Nutzungsverhalten der User. Die Fragmentierung des Medienmarktes bringt weitere Herausforderungen für traditionelle aber auch für digitale Agenturen mit sich.

Das Interpublic Emerging Media Lab wurde gegründet, um diese sich verändernde Landschaft zu durchleuchten. An der Spitze des Interpublic Agentur-Netzwerkes beheimatet ist das Emerging Media Lab ein Innovationszentrum: Einerseits als Ort, an dem Agentur und Kunden in die neuesten Technologien eintauchen können, anderseits als virtueller Ort mit einem Blog, wöchentlichen Updates und einer tiefgehenden „Online-Wissens-Quelle“.

Zu Hause in Los Angeles, dem Zentrum der konvergenten Welt von Entertainment und Werbung, stellt das Emerging Media Lab ein digitales Wohnzimmer, eine smarte Küche und gleichzeitig ein modernes Konferenzzentrum dar.

Auch der offizielle Blog des Interpublic Emerging Media Lab beschäftigt sich mit der Zukunft von Medien.