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Artikel getaggt mit ‘Geschäftsmodelle’

Ansichtssache: Verlage auf dem iPad

2. Juli 2010 1 Kommentar

Als Heilsbringer sehen viele Verleger das iPad. Die Blogosphäre sieht das Thema gespaltener. Auch in diesem Blog finden sich bereits zwei Artikel:

Wird der iPad die Zeitungen retten? (mit weiterführenden Links)

iPad…


Einen interessanten Überblick über die am deutschen Markt umgesetzten iPad-Lösungen brachte gestern Felix Disselhoff im Medienportal MEEDIA.

Im folgenden seien sein Text (gekennzeichnet) mit aussagekräftigen Bildern ergänzt. Am Ende finden sich weitere Beispiele.

Von Brand eins bis zur Vogue

Überblick: die iPad-Apps der Verlage

Als Heilsbringer der Verlagswelt wurde das Tablet angepriesen. Doch über einen Monat nach dem Verkaufsstart in Deutschland tun sich die Verlage noch recht schwer, ihre Produkte aufs iPad zu bringen. Lediglich Axel Springer drückt ordentlich aufs Tempo und bietet mit dem Iconist sogar ein Magazin exklusiv für das Apple-Tablet an. Dabei gibt es schon Apps auf dem Markt, die gerade kleinen Publikationen die nötige Infrastruktur bereitstellen würden. MEEDIA bringt den Überblick.

Welt
Während Welt Online seine Seite relauncht hat, ähnelt die Welt-iPad-App eher der gedruckten Ausgabe. So landet man zu Beginn auch auf einer klar strukturierten Titelseite mit den Hauptthemen und den Bildern des Tages. Wie bei einer herkömmlichen Zeitung kann horizontal durch die Seiten geblättert werden. Wer direkt zu seinem Lieblingsressort springen möchte, wählt den Weg über das Navigationsmenü. Als Leser können Sie zwischen drei Schriftgrößen wählen, Bildergalerien durchblättern und Videos anschauen. Die digitale Zeitung erscheint vier Mal täglich, bei Großereignissen auch öfter, sozusagen als Extrablatt. Bonus für iPad-User: Im Ressort „Welt Reporter“ berichten Korrespondenten aus allen Teilen der Welt exklusiv für die App. Eine andere Seite der App widmet sich dem Lauf der Geschichte. Hier schreiben Autoren exklusiv über wichtige Ereignisse der Zeitgeschichte. Die iPad-App kann die ersten 30 Tage kostenlos getestet werden. Danach kostet sie monatlich 11,90 Euro.

The Iconist
Neben der Welt-App gibt es noch zwei weitere Apps der Axel Springer AG. The Iconist ist ebenfalls ein Projekt der Welt-Gruppe. Mit dem Unterschied, dass es das erste deutsche Magazin, das exklusiv für das iPad entwickelt wurde. Hier dreht sich alles rund um die Themen Lifestyle, Mode, Luxus, Gesellschaft. The Iconist ist eine elektronische Variante der monatlichen WamS-Printbeilage Icon und erscheint zunächst quartalsweise und ist für EUR 4,99 pro Ausgabe verfügbar. Das Layout ist hochwertig, erinnert aber stark an ein Magazin. Keine Frage: Die Gestaltungsart der WamS-Luxusbeilage Icon stand Pate beim Design von Springers iPad-Debüt. Mit „unglaublich viel Spaß“, wie die Beteiligten versichern, habe man sich an den Transfer Print zu iPad gemacht, und natürlich bleibe da noch ganz viel Luft nach oben. Die Produktion der Inhalte sowie die technische Anpassung haben einen dem Vernehmen nach mittleren fünfstelligen Etat erfordert. Für das in Sachen Tablet besonders experimentierfreudige Berliner Medienhaus ist dies als Anschubfinanzierung zu verstehen, als Wette auf die Zukunft. So werden beim Iconist viele Register gezogen: Neben Texten und Fotos gibt es Video-Einspieler. Nutzer, denen das Lesen zu anstrengend ist, können sich die Schilderungen der Autoren auch als Audio-Podcast zu Gemüte führen.

iKiosk
Zwei iPad-Apps scheinen Springer nicht zu reichen. Beim Thema Tablet geht der Verlag beispielhaft konsequent voran: Mit der App iKiosk haben User die Möglichkeit, die jeweils neueste Welt, Welt kompakt und Welt am Sonntag auf dem iPad zu lesen. Allerdings nur als Pdf-Version. Mittels einer Zwei-Finger-Zoom-Funktion lassen sich auch die kleinen Meldungen am Rand groß auf dem Screen abbilden. Die digitalen Ausgaben der Welt-Marken sind als monatliches Abonnement ab 7,99 Euro verfügbar.

MEHR SEHEN? Weiter geht’s mit N24, Focus Online, Spiegel, Vogue, Brand Eins, Zinio, Pulse sowie New York Times, Wired, Time Magazine und Sports Illustrated.

Run some experiments. Google-Empfehlungen für Zeitungen

20. April 2010 1 Kommentar


Google-CEO Eric Schmidt ist sicher, dass Zeitungen Geld verdienen können. Vor allem mit Online-Werbung und veränderten Abo-Modellen.


Dafür bot Schmidt im Rahmen einer Rede beim NewsNow 2010 Ideas Summit der American Society of News Editors den Verlegern die Hilfe von Google an. Der Internet-Konzern arbeite an neuen Wegen, wie man Anzeigen und Inhalte für Nutzer zuschneiden könne, sagte er. Den Journalismus, wie ihn Tageszeitungen bieten, bezeichnete er als „unersetzlich“ und er beteuerte, selbst täglich drei verschiedene Zeitungen zu lesen.


„We have a business model problem, we don’t have a news problem.“


Lösungsansätze lesen und das Video der gesamten Rede anschauen »