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Artikel getaggt mit ‘Medienmarkt’

Wird der iPad die Zeitungen retten?

31. Januar 2010 3 Kommentare

Jennifer Brook hat bei der iPad-Präsentation etwas gesagt, das im Hype um Steve Jobs’ neuer „incredible experience“ untergegangen ist. Die „New York Times“-Managerin präsentierte die iPad-Anwendung ihrer Zeitung mit den Worten: „Ich denke, wir haben die Essenz des Zeitunglesens erfasst.“*)

Unzählige Meldungen, Zeitungsartikel, Postings, tweets, etc.  haben sich seither damit befaßt, ob Zeitungen die Killerapplikation für den iPad sind. Oder anders gesagt: ob der iPad tatsächlich traditionelle Medien aus der Spirale – sinkende Leserzahlen => sinkende Vertriebserlöse => sinkende Anzeigenerlöse – retten wird können.

zB…

Eine These jagt die nächste, aber Fragen über Fragen bleiben offen:

Werden traditionelle Medien aber tatsächlich neue, auf den iPad zugeschnittene Produkte launchen, oder eher bloß bestehende Produkte, wie zB ihre Online-Ausgaben (mehr oder weniger modifiziert) auf einen zusätzlichen „Kanal iPad“ übertragen?

Wie werden traditionelle Medien mit den Möglichkeiten, aber auch der Anforderung, Inhalte „wirklich“ multimedial aufzubereiten zu müssen (Stichwort Konvergenz), umgehen?

Und werden allfällige Erlösmodelle tatsächlich Geld auch bei den Medien selbst abwerfen, oder wird der überwiegende Teil bei Apple die Kassen klingeln lassen (siehe Musikindustrie/iTunes)?

Die Antworten werden spannend.


*) PS:

An dieser Aussage finde ich persönlich zwei Aspekte besonders bemerkenswert:

Erstens, daß eine Zeitung, die 1851 gegründet wurde, erst jetzt – also 159 Jahre später – die „Essenz des Zeitungslesens erfasst.“ (Wiewohl sich diese im Zeitablauf ändert.)

Zweitens aber, daß wieder einmal die NYT keine Zeit versäumt, während in Europa die Reaktionen von Verlagen teilweise noch recht verhalten sind.

Die erste personalisierte Tageszeitung „Niiu“ startet in einem Monat

15. Oktober 2009 Einen Kommentar hinterlassen

Am 16. November starten die beiden Studenten Hendrik Teidemann und Wanja Sören Oberhof die erste personalisierte PRINT(!)-Tageszeitung.

Die Leser können sich „Niiu“ über das Internet individuell nach ihren Interessen zusammenstellen. Das fertige Produkt wird als gedruckte Zeitung am nächsten Morgen direkt zu den Abonnenten geliefert. 24 Seiten umfasst das Blatt. Für die Inhalte konnten die Gründer neben Internetpartnern bislang etwa 20 internationale Zeitungen gewinnen – darunter „Herald Tribune“, „Handelsblatt“ und „Frankfurter Rundschau. Österreichische Zeitungen fehlen im Portfolio noch.

Bezahlt wird über ein nach Rabattstufen aufgebautes Prepaid-Punktesystem, nur tatsächlich abgerufene Ausgaben werden abgebucht.

Mehr über das Start-up bei
der TAZ,
auf onpulson findet sich ein Interview mit den Gründern,
kritisch zum Geschäftsmodell „denkbar„, oder auch eyeIT,
MEEDIA titelt seine Geschichte mit „Niiu – warum die Ich-Zeitung floppen wird“,
als „ambitionierte Geschichte“ sieht dieses Startup der basicthinking-Blog,
oder auch sehr positiv www.best-practice-business.de/blog.