Twitter – hohe Bekanntheit, geringe Nutzung

  • Zwei Drittel der Internetnutzer in Deutschland nutzen Social Communities
  • Twitter hat aktuell den höchsten „in“- Faktor, wird aber kaum genutzt

Xing, Facebook, MySpace, StudiVZ, Twitter… – alle reden über Web 2.0 und Social Communities. Im Rahmen einer Online-Befragung hat das Nürnberger Marktforschungsinstitut ForschungsWerk untersucht, wer sich dort tatsächlich aufhält.

Fast zwei Drittel der Internetnutzer ab 18 Jahren sind Mitglied in einem oder mehreren Online-Netzwerken (63%). An erster Stelle steht dabei Stayfriends: 27% der Internetnutzer ab 18 sind dort eingetragen. Es folgen Wer-kennt-wen? (20%), Xing (15%), StudiVZ (13%), Facebook (10%), MeinVZ (9%), MySpace (8%) und Lokalisten.de (6%). Andere werden nur in geringem Umfang genutzt.

Von den 18- bis 29-jährigen Internetnutzern sind bereits 90% in einem Netzwerk vertreten, von den über 50-jährigen „Silver Surfern“ dagegen erst 43%. Frauen sind häufiger in Online-Communites eingetragen als Männer – eine Ausnahme bildet Xing.

Die Nutzungshäufigkeit ist sehr unterschiedlich: Während knapp die Hälfte der Facebook- und StudiVZ-Mitglieder sagen, dass sie das Angebot nahezu täglich nutzen, sind die Nutzer von Stayfriends deutlich weniger aktiv: Die meisten Stayfriends-Mitglieder nutzen das Angebot seltener als ein Mal pro Woche (75%). 11% aller Internetnutzer haben sich auch schon einmal bei einer der Communities wieder abgemeldet.

Twitter ist mehr als einem Drittel der Internetnutzer bekannt (37%) – bei leitenden Angestellten, Selbständigen und Studenten ist der Bekanntheitsgrad noch etwas höher (48%, 54% bzw. 61%). Auf der In/Out-Skala rangiert Twitter aktuell sogar auf Platz 1. Als besonders „in“ werden von den Befragten auch StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ bewertet. Entgegen des „Hypes“ ist allerdings nur 1% der befragten Internetnutzer bei Twitter aktiv.

Trotz der zum Teil intensiven Nutzung ist das Vertrauen in die Datensicherheit relativ gering: Weniger als ein Drittel der Mitglieder ist jeweils davon überzeugt, dass die persönlichen Daten bei den von ihnen genutzten Plattformen sicher sind. Überwiegend positiv werden bei den Online-Communities Punkte wie Bedienbarkeit und Gestaltung benotet. Eher negativ wird der Umfang an geschalteter Werbung bewertet.

Die Communities haben für einen Teil der Internetnutzer einen wichtigen Stellenwert: Bei den meisten Diensten sagen mehr als ein Drittel der Mitglieder, dass sie das Angebot stark oder sogar sehr stark vermissen würden.

Zur Methodik: Für Online-Befragungen steht ForschungsWerk ein eigenes Panel zur Verfügung, das höchste Qualitätsansprüche erfüllt. Für die Studie wurden im April 545 Panel-Teilnehmer ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind hinsichtlich Alter, Geschlecht und Region repräsentativ für die Internetbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Da der Bereich der Online-Communities sehr volatil und trendabhängig ist, soll die Studie zukünftig in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

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