„Geld für Erfolg: Der Schrecken der Werber“

Es gibt da eine Formel, von der viele träumen – Marketingleiter, Kostenrechner und Firmenchefs: Erst wenn es der eigenen Marke gut geht, soll es auch der Agentur gut gehen, die sie bewirbt. Herrlich wäre das! Den Kreativen ginge es nicht mehr darum, Werbepreise zu sammeln wie Jäger ihre Trophäen. Mit einem Schlag säße man mit den verrückten Künstlern in einem Boot und spräche eine Sprache: mehr Umsatz, mehr Absatz, mehr Marktanteil. Eine tolle Idee – oder doch nur ein verführerischer, aber weltfremder Traum?…“

…schreibt Karl Gaulhofer in der gestrigen Sonntagsausgabe (13.9.2009) der „Presse“. Und weiter:

„…Mit anderen Worten: Werden die Ziele nicht erreicht, machen die stolzen, hoch dekorierten Ideenfabrikanten keinen Cent Gewinn. Und diese Ziele enthalten, stark gewichtet, genau das, worum es dem Auftraggeber geht – mehr Erfolg am Markt für seine Produkte…“ – Karl Gaulhofer

„…Dafür ist der Erfolgsanteil großzügig kalkuliert: Zehn Prozent zusätzlich zu den Kosten gibt es bei Procter zu lukrieren, bis zu 30 Prozent sind es bei Coca-Cola…“ – Karl Gaulhofer

„…Es ist doch paradox– seit 100 Jahren predigen die großen Agenturen Mut und Innovation, und dabei gibt es kaum eine konservativere Branche als die Werbung. Sie kommen gar nicht auf die Idee, ihre Strukturen weiterzuentwickeln…“ – Peter Kranner, ehemals Publicis, jetzt BenDoroDad

„…Es geht um eine strategische Kehrtwende: Der Werber avanciert zum strategischen Partner, der die volle Verantwortung für Wohl und Wehe einer Marke mitträgt – ob er will oder nicht…“ – Karl Gaulhofer

„…Wenn der Kunde wirklich bereit ist, uns frühzeitig einzubinden, kann das sehr interessant sein… Das ist dann etwas anderes als das übliche Friss-oder-Stirb.“ – Josef Koinig, Jung von Matt

„…Wissen Sie, wie mir das vorkommt? Wie wenn ich im Gasthaus dem Wirt sage, ich zahle ihm die Lebensmittel, und mehr kriegt er nur dann, wenn es mir geschmeckt hat. Die Grundwerte der Wirtschaft müssen doch aufrechterhalten werden. Keine Agentur arbeitet umsonst… Die Marktzahlen liegen ja nicht in der Hand des Werbers. Ist das Produkt schlecht positioniert, der Preis zu hoch, fällt es bei Billa und Spar aus den Regalen oder schlägt die Wirtschaftskrise zu – dann nützt die beste Kampagne nichts…“ – Rudi Kobza, Lowe GKK

Den gesamten Artikel finden Sie im Archiv der Online-Presse. Hier.

 


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