Erholung 2010? 2011?

  • Krise zu 62 Prozent konjunkturell bedingt, zu 38 Prozent strukturell
  • Sinkende Vertriebserlöse erwartet
  • Mehrheit sieht Online-Erlösanteile der Printmedien bald bei 20 Prozent und mehr

Die Mehrheit der Top-Entscheider der deutschen Verlagsbranche setzt auf eine wirtschaftliche Erholung der Printmedien im nächsten Jahr. Bei einer von der Deutschen Post DHL in Auftrag gegebenen Umfrage unter 104 Entscheidern der oberen Führungsebenen der Printmedien-Branche rechnen 58 Prozent mit einem Aufschwung für die eigene Branche in 2010, ein knappes Drittel erst in 2011.

Für 62 Prozent der Befragten hat die derzeitige Krise konjunkturelle Gründe, für 38 Prozent ist sie strukturell bedingt. Dementsprechend geht eine große Mehrheit von 88 Prozent der vom Hamburger Marktforschungsinstitut BIK Aschpurwis + Behrens GmbH Befragten davon aus, dass der Restrukturierungsdruck auf die Verlage weiter zunehmen wird. Knapp 84 Prozent erwarten deshalb auch eine Zunahme von Übernahmen oder Verkäufen von Verlagen.

Ein Hoffnungsträger der Printmedien sind die Online-Erlöse. So schätzen drei Viertel der Top-Medienentscheider den Anteil der Online-Erlöse am Verlagsumsatz in den Jahren nach 2010 zwischen 20 und 40 Prozent. Für das nächste Jahr geht knapp ein Viertel von einem Erlösanteil zwischen fünf und zehn Prozent und weitere 46,1 Prozent von einem Erlösanteil zwischen zehn und 25 Prozent aus. Zusatzerlöse rechnen sich die Printmedien auch im Bereich des Paid Content aus, auch wenn gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) davon überzeugt sind, dass journalistische Inhalte im Netz weiterhin kostenlos bleiben. Neun von zehn Entscheidern sehen die Möglichkeit, in spezifischen Themenfeldern Geld für Content zu verlangen, und mehr als die Hälfte (58,3 Prozent) hält die Etablierung von zeitlich flexiblen Flatrate-Angebote für möglich.

Die weitere Entwicklung des Vertriebsgeschäfts sieht ein großer Teil der Entscheider dagegen skeptisch. Wie die Deutsche Post-Umfrage zeigt, gehen 51,5 Prozent von insgesamt fallenden Vertriebserlösen aus, 44,7 Prozent rechnen mit gleichbleibenden und nur 2,9 Prozent mit steigenden Vertriebserlösen.

Die Ergebniszusammenfassung finden Sie hier.

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