„Wer die Nutzer versteht, hat mehr als ein One-Hit-Wonder.“

Chris Hughes, einer der Gründer von Facebook und Leiter der Online-Kampagne von Barack Obama sprach im Interview mit dem Wirtschaftsblatt über seine tausend Freunde, die Trends im Web 2.0 und den Goldrausch.

„Facebook selbst ist ja doch eine Erfolgsgeschichte. Was sind die Hintergründe des Erfolgs?“

„Facebook hat über 300 Millionen User, die Hälfte logged sich täglich ein. Sie tun das, um sich mit Freunden und Familie zu vernetzen. Das ist nützlich, fügt sich in das Alltagsleben ein.“

„Vor einigen Wochen gaben Sie bekannt, dass Facebook nun schwarze Zahlen schreibt. Dennoch geht die Monetarisierung langsam voran. Wie sehen Ihre Pläne aus?“

„…Das Erfolgskonzept liegt darin, starke Bindungen zwischen den Marken und den Nutzern zu schaffen. Facebook will keine flashigen Banner anbieten und auch keine Daten verkaufen. Aber wir ermöglichen die Interaktion. Wenn ein User auf „Gefällt mir“ klickt, sehen das seine Freunde – das ist die Art von Publicity, die man früher nicht kaufen konnte…“

„Was würden Sie Werbern empfehlen, die Facebook nun nutzen wollen?“

„…Es gibt auch keinen Masterplan. Aber wer versteht, wie die User funktionieren, hat mehr als ein One-Hit-Wonder…“

„Können Sie uns drei Trends für die Zukunft des Web 2.0 nennen?“

„Ein quantitativer Trend wird sein, dass mehr Menschen mehr miteinander teilen. Ein qualitativer Trend ist, dass die Leute von der Fülle an Informationen überrollt werden, wir also immer bessere Filter brauchen – dafür braucht es auch entsprechende Institutionen. Und ich sehe einen Trend zum unverzögerten Zugriff auf Informationen: Das ist das Real Time Web – ein Ort, an dem die Menschen permanent miteinander in Kontakt sind.“

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