Umweltdaten aus der Cloud: Eye on Earth

Die Europäische Umweltagentur (EUA) und Microsoft präsentierten auf der COP17 in Durban Eye on Earth, eine Online-Community zur Aufzeichnung und  zum Austausch von Umweltparametern, die neben dem Entdecken von Umweltdaten auch die Prinzipien des öffentlichen Datenzugangs und der Citizen Science fördert.

Das Netzwerk wurde mit drei konkreten Dienstleistungen („Watches“) gestartet:

  • WaterWatch verwendet die Umweltdaten der EUA, um die Wasserqualitätseinstufungen der öffentlichen Badestellen in Europa zu überwachen und anzuzeigen.
  • Ebenfalls aufbauend auf den EUA-Daten illustriert AirWatch die Luftqualitätseinstufungen in Europa.
  • NoiseWatch kombiniert die EUA-Daten mit den Eingaben von Bürgern. Noise Meter, eine neue Mobilanwendung für Lärmpegelmessungen (verfügbar für die mobilen Betriebssysteme Android, iOS und Windows Phone 7.5) erlaubt es Benutzern, Lärmpegelmessungen mit ihrem Smartphone vorzunehmen und diese in die NoiseWatch-Datenbank hochzuladen.

„Mit dem Start des neuen Netzwerks Eye on Earth verfügen Bürger, Regierungen und Wissenschaftler nun über eine einfach zu nutzende Plattform zum Sammeln, Teilen und Visualisieren der weltweiten wichtigen Umweltdaten,“ erklärte Rob Bernard, Chefstratege für Umwelt bei Microsoft.

Eye on Earth stellt Organisationen nicht nur einen zentralen Ort für die Verwaltung ihrer geospatialen Umweltinhalte bereit, sondern ermöglicht auch das Übersetzen von wissenschaftlichen Daten in interaktive und visuelle Webdienste. Die Plattform unterscheidet sich von anderen wissenschaftlichen Darstellungen aber insofern, als auch User ihre eigenen Beobachtungen einbringen und das Tool zur Visualisierung umweltrelevanter Daten nutzen können: Sie können sehr einfach aus einer großen Auswahl Daten – beispielsweise zu Luftverschmutzung, Entwicklung, Wirtschaftsfaktoren, Landnutzung, Verkehr, etc. – auswählen und über verschiedene Basiskarten des Microsoft-Dienstes Bing legen.

„Environmental problems are increasingly complex and interconnected. The good news is that there is now a huge volume of environmental data and information available, and it is growing continuously. The new Eye on Earth web service brings this data together in one place, enabling anyone in the world with an internet connection to combine and analyse information on their environment.“

Jacqueline McGlade/
EUA Executive Director

Mittelfristiges Ziel der Plattform ist es, die Themenpalette an Umweltinformationen durch die wichtigsten Herausforderungen für die Umwelt, etwa durch bodennahes Ozon und andere Formen der Luftverschmutzung, Ölverschmutzungen, biologische Vielfalt und Küstenerosion, zu erweitern. Darüber hinaus sollen die Daten in der Einführung eines Früherkennungssystems münden.

Links:
Eye on Earth Network
Eye on Earth Watches

 

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