14% der Österreicher lesen täglich Tageszeitung im Internet

Ein Printsujet der VÖZ Leserkampagne 2006
Die Nutzung der Online-Ausgaben von Tageszeitungen in Österreich verzeichnet einen leichten Aufschwung:
Eine aktuelle Studie kommt zu Ergebnis, dass die Fangemeinde von 2008 auf 2012 um 4%-Punkte (und damit statistisch signifikant) angewachsen ist. Die Messung (1.000 Österreicher ab 15 Jahren) im Jänner dieses Jahres weist eine tägliche Leserschaft von 14% (Juni 2008: 10%) aus. In Köpfe umgerechnet entspricht das der stattlichen Zahl von knapp 1.000.000 Personen.
Der typische User: Männlich, jung, gebildet; zu Hause.
  • Unter den Männern liegt der Internet-Leseranteil bei 19%, unter den Frauen bei 10%.
  • Von den 15 bis 29jährigen lesen immerhin schon 14% täglich eine Tageszeitung im Internet, von den 30 bis 49jährigen 20%. Von den über 50jährigen sind es 8%.
  • 24% der Maturanten und Akademiker und 9% der Absolventen höherer Schulen lesen Zeitungen im Internet.
  • Interessant ist, dass die Nutzung überwiegend zu Hause erfolgt: Nur 5% der Österreicher sind tägliche Internet-Tageszeitungsleser am Arbeitsplatz, aber 12% lesen zu Hause. 3% lesen sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz.
  • Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine weitere Kennzahl: Ein Viertel der Österreicher greift täglich zu Hause auf das Internet zu. Dieser Wert entspricht somit dem heutigen theoretischen Potenzial für die Zu-Hause-Nutzung von Tageszeitungen im Internet – das bereits zur Hälfte ausgeschöpft wird.
Leseüberschneidungen

77% der Österreicher haben im Jänner 2012 Tageszeitungen im Internet oder auf Papier gelesen. „Print-Only-Nutzer“ waren 63%; „Online-Only-Nutzer“ 5%. Die Überschneidung ist bemerkenswert hoch: 9% haben sowohl die Print- als auch die Internet-Ausgabe von Tageszeitungen genutzt.

Noch wenige Tablet-Leser

Die bereits wiederholt durchgeführte Studie hat heuer erstmals auch untersucht, inwieweit Tablets zum Lesen von Tageszeitungen verwendet werden: Zwar besitzen schon 12% der Bevölkerung ein Tablet (+5%-Punkte gegenüber 2011), aber lediglich 2% (+1%-Punkt) nutzen iPad & Co zum Zeitungslesen. Trotz der rasanten Entwicklung des Tablet-Marktes und der Verdoppelung der Tablets-Zeitungsleser binnen einem Jahr wird die Erwartungen vieler Verleger, die in der neuen Plattform ein Mittel gegen den Leserschwund sehen, nicht zu erfüllen sein.

Niedrige Markentreue

Obwohl 14% der Österreicher Tageszeitungsangebote im Web nutzen, fallen die Leser-pro-Nummer-Werte für einzelne Marken niedrig aus. Sie liegen für die elf erhobenen Kauftitel auf Basis der Gesamtbevölkerung zwischen 1 und 5%. Der Grund dafür liegt offensichtlich darin, dass die Internetleser ihre Präferenzen breit streuen und dass es keine herausragenden Favoriten gibt. Dieser Umstand führt zweifellos auch dazu, dass die Auswirkung des Internetlesens auf die Reichweite einzelner Titel bisher nur bedingt spürbar ist.

Weitere Infos zur Studie (Grafiken!) von SPECTRA sind hier verfügbar:

http://www.spectra.at/archiv/Aktuell_06_12_TZ_im_Internet.pdf (PDF, 460 KB)

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