Wirtschaften Sie mit Weitblick?

Gestern: Rodung und saurer Regen

Vor 300 Jahren kam es zu einem massiven Raubbau an unseren Wäldern. Bis 1713 ein kluger Bergmann forderte, nur mehr so viel Holz zu schlägern, wie auch wieder nachwachsen kann – die Idee der Nachhaltigkeit war geboren.

Als wir in den 1980ern wieder ein menschengemachtes Waldsterben auf uns zukommen sahen, wurde aus Angst vor schlechter Luft das Benzin bleifrei, Fabriken bekamen Filteranlagen und Autos Katalysatoren. Und spätestens mit der Explosion im AKW Tschernobyl 1986 fand in vielen Köpfen ein Umdenken statt.

Die Zusammenhänge zwischen Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Rohstoffreserven und Ökologie hatte der Club of Rome in seiner Studie „Grenzen des Wachstums“ bereits in den 1970er-Jahren thematisiert. Lange Zeit interessierten sich jedoch nur Wissenschafter und einige „fanatische Spinner“ dafür.

Heute: Verantwortung übernehmen

Heute wird von allen Unternehmen und Organisationen erwartet, dass sie für ihr Handeln Verantwortung übernehmen: Neben ihrem wirtschaftlichen Erfolg müssen sie auch die ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Aktivitäten im Blick haben, um sich das Vertrauen von Kunden, Mitarbeitern, Investoren und der Öffentlichkeit dauerhaft zu sichern.

Morgen: Noch immer erfolgreich

Diese Akzeptanz bestimmt auch über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Organisationen. Denn nur wenn sie die Erwartungen ihrer Stakeholder verstehen, können sie eine tragfähige Strategie erarbeiten und verfolgen, sich entwickeln und nachhaltig wirtschaften: Wer Weitblick hat, denkt ganzheitlich und in Generationen statt in kurzfristigen Marketingaktivitäten.

Und in Ihrem Unternehmen?

Was ist Ihren Stakeholdern und Ihnen wichtig, wenn Sie an den ökonomischen, ökologischen und sozialen Erfolg der nächsten Jahre denken?

Wie fest ist der Nachhaltigkeitsgedanke in Ihrer Unternehmensstrategie und -kultur bereits verankert?

Wie gut weiß Ihr Umfeld über Ihr Engagement Bescheid?